Ausblick (Einblick)

Schon dunkel? Wie spät ist es?

// tastet blind nach dem Smartphone

Sieben? Zehn… nein, elf Stunden geschlafen! Und trotzdem müde. Dieser Schlaf am Tage– Wie still es ist. So still – schön. Im Bett zu liegen und auf das Rechteck aus Licht zu schauen, das auf Bernhard und Blanchot im Bücherregal fällt und darunter noch auf Camus, Canetti und Carolls Alice, das ist auch schön. Ganz oben steht Jahnns Romantrilogie Fluß ohne Ufer im Schuber, aber das Licht der Straßenlaterne erhellt nur das Wort Ufer. So ein Bett ist doch ein Ufer, oder? Jenseits des Betthorizonts blicken wir in die wiedergefundene alte Umgebung, während wir im Rücken noch das Land der Träume spüren.

// trinkt einen Schluck Wasser aus einem Glas auf dem Nachttisch

Die Wohnung wartet immer schon auf einen, sobald man aufwacht. Wohnung. Gewohnheit. Mein Gott, wie schön die deutsche Sprache ist. Also ist die Gewohnheit ein sich häuslich Einrichten in der Handlung. Und andersherum ist die Wohnung das organische Ganze entstanden aus den Myriaden solcher in ihr vollzogener Handlungen über viele Jahre. Die Tür zur Küche dort ist eins geworden mit den tausenden Malen, da sie geöffnet wurde; sie weist über sich hinaus in die Küche und weshalb sie geöffnet wird. Diese Assoziation hat nie die Ursachen (z. B. Hunger) oder die Folgen (z. B. satt) exklusiv im Blick, sondern stets die gesamte Interdependenz, die sich vielleicht zusammenfassen lässt als Perpetuierung von Sein. Na ja, Unfug. So eine Wohnung ist aber wirklich die dritte Haut des Menschen. Moment, das ging noch anders… – Architektur! »Architektur ist, nach der Kleidung, die dritte Haut des Menschen.« Ist das nicht ein dummer Satz? Wenn Architektur die dritte Haut des Menschen ist, müsste nach der eigenen Metaphernlogik das Schneiderhandwerk die zweite sein, nicht Kleidung. Später mal googeln, wer sowas sagt.

// dreht sich auf die andere Seite

Dieses Schwindelgefühl vom langen Liegen auf derselben Seite, was ist das? Das soll mir mal einer erklären. Wird das schlimmer mit der Zeit? Vielleicht solltest du aufstehen. Aber schön ist’s hier. Friedlich. Warum bist du so glücklich, im Dunkeln zu liegen und in die Stille hineinzuhorchen? Nutzlos für jedermann und nutzlos für dich selbst. Meinte das Rousseau mit seinen Rêveries? – Was hast du übrigens geträumt? Ich erinnere mich nicht. Mal aufstehen und nachschauen, was die Welt auch heute nicht zusammenhält? Das schwarze Rechteck des Bildschirms auf dem Schreibtisch lockt schon mit Ausblicken auf die weite Welt da draußen. Windows ist schon treffend benannt: Ein Fenster nach draußen. Hindurch scheint das grelle Licht des Internets. Diese kalte Sonne. Wenn ich so drüber nachdenke: Ich glaube, ich habe einen schweren Sonnenbrand. Vielleicht lässt du den Computer heute Abend ausgeschaltet, wie wäre das? Wäre das nicht ganz wunderbar? Du bleibst hier einfach liegen und bewunderst die ganze Nacht lang das helle Rechteck auf den Büchern. Was jenseits passiert… – Jenseits! Wenn wir dies Wort doch nicht schon in Beschlag genommen hätten für das Reich der Toten! Mit dem Internet haben wir endlich das wirkliche und faktisch vorhandene Jenseits; kein spekulatives Leben nach dem Tod, sondern ein tatsächliches Leben neben dem Leben; eine echte Geisterwelt. Man spricht schwülstig von Avatars, aber gemeint sind doch nur die Geister, die wir sind. Im Internet führen wir Geisterexistenzen, diskutieren Geisterprobleme, unterhalten Geisterromanzen. Man kann vom Virtuellen nicht mit Recht behaupten, es sei unecht oder sogar unwirklich, aber in jenem besonderen Sinne paranormal ist es doch, oder? Unheimlich, dieses Internet. Weil da immer etwas passiert, das mehr gespenstisch als menschlich ist. So viel lässt sich nach 16 Jahren intensiver Internetnutzung und erschöpfender Geisterexistenz behaupten. Anfangs war man noch ein munterer Poltergeist, ganz berauscht von der Freiheit der Anonymität, und schließlich nur ein armseliger und im wirklichsten Sinne transparenter Klagegeist, der traurig mit den Ketten rasselt. Man fühlt, wie substanzlos im Jenseits alles ist. Wie beliebig. Wie kontingent. Wie flüchtig, flüchtig, flüchtig. Obgleich das Internet ein Gedächtnis hat (oder ist?), das unerbittlich erinnert, was aus Gründen des guten Geschmacks großzügig vergessen werden müsste. Trotzdem gibt es keine Anfänge im Web und daher ist alles in medias res. Gleichzeitig gibt es keine Mitte. Man fühlt sich exiliert, wie am Rand von allem, aber dieser Rand ist überall im ortlosen, u-topischen Internet; man selbst ist kein Verstoßener, das wäre eine süße Illusion, sondern ein vollunwertiges Mitglied der Nichtgesellschaft. Mein Gott, dass wir uns heutzutage wirklich noch darüber aufregen, wie Arbeitsvieh behandelt zu werden, wie Fabrikware und vergängliche Güter! Digital ist man weniger. Viel weniger, fast nichts. In Kauf nehmen wir es trotzdem, und das munter. Warum? Weil hier die Herabsetzung alle gleichermaßen trifft und unpersönlich ist. Im modernen Jenseits sehen wir Platons Ideenlehre als Hölle reinszeniert: Eine durch und durch sinnleere unaufhörlich wachsende und wuchernde Wüste in Texten und Bildern, die wir, nur weil wir nebenher noch leibhaftige Menschen sind, selber zu kontextualisieren vermögen. Aber wir verlieren den Überblick, den Sinn fürs Diesseits – ist es nicht so? So ist es. So war es immer mit den großen Technologien; der Fortschritt schreitet vorneweg, und der Mensch, auffallend energisch-zuversichtlich sich gebärend, doch schamhaft insgeheim, hinkt hintendrein. Das Mittel wird zum Zweck und der Zweck zum Selbstzweck. Wie Beckmann in Borcherts Draußen vor der Tür ergeht es mir; ich fühle mich draußen, obwohl ich doch drinnen sein müsste. Eigentlich bin ich drinnen, dachte ich, oder hatte es jedenfalls immer angenommen. Ein Irrtum. Im Jenseits ist alles umgekrempelt: Total exponiert und darum unsichtbar; total vernetzt und darum einsam; völlig frei und darum stets auf das Eigene zurückgeworfen; überall und nirgends; zersplittert und noch für jeden virtuellen Zwischenraum zu groß. Auf der globalen Bühne des sogenannten WehWehWeh!, auf dieser Bühne aller Bühnen, verlieren sich die Stimmen als blasse Stimmchen mit Likes und Followern und allem Drum und Dran im jenseitigen Einerlei. Die Geister ähneln sich so stark auf Grund ihrer schnöden Durchsichtigkeit. Auf Grund ihrer Isolation und Namenlosigkeit, an der auch Selfies und Klarnamen nichts je ändern werden. Im Internet kann man nicht wohnen, ganz unmöglich, aber es wird doch immer wieder versucht. Besser virtuell verbunden als real abgetrennt, so die Überzeugung. Im Jenseits wird mit Geisterhoffnungen viel Geld verdient. Das heißt, mit ihrem lebenswurzelnden Teil, der sich nach Anschluss sehnt.

// trinkt einen Schluck Wasser

Erinner dich nur an jenen Mittwochmorgen, an dem du schlaflos aber hellwach und nüchtern wie der Oktobermorgen selbst auf twitch.tv den Kanal einer reizenden jungen Dame entdeckt hast; rotblondes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden, blassblaue Augen, frisches Lächeln; die weiter nichts tat, als ihren Morgenkaffee zu trinken und sich gleichzeitig mit 12 Usern zu unterhalten; diese schreibend, jene ohne Scheu in die Kamera blinzelnd. Wir Geister starrten sie an als wäre sie ein Fabelwesen (bei Gott, das war sie) und sie ließ sich unbeirrt anstarren. Sie erklärte uns die Form der Amygdala mitsamt ihren 13 Einzelkernen. Gut machte sie das. Ungewohnt anständig ging es zu in dieser kleinen Oase des sonst so schmuddeligen Internets, in dem für gewöhnlich nackte Haut Intimität ersetzen muss, aber eine unbestimmte Sehnsucht war doch greifbar, vielleicht war es die eigene. Eines der Gespenster beschwerte sich kleinlaut, sie, die Göttliche, habe nicht aufgepasst, als es sein Geburtsdatum im Chat kundtat (pah, als hätte es eins!), woraufhin sie ruhig und mit unerschütterlicher Höflichkeit erklärte, sie könne leider nicht mit allen gleichzeitig sprechen. Wie wahr, wie wahr. Die nicht weniger höfliche, fast unverbindliche aber 12 arme Seelen bestürzende Ankündigung, sie werde in 15 Minuten den Stream beenden und zur Arbeit gehen müssen, ließ dich jäh erschaudern und das Weite suchen. Du hast dir nicht erst vorzustellen brauchen, wie es wohl wäre, wenn zwar der Stream, aber, das kann ja sein, nicht auch der Chat offline wäre; vier, fünf gleichermaßen verlorene, einander nichts zu sagen habende gestaltlose Residuen, am Ende ein einziger gespenstischer Rest, draußen vor der Tür. Nichts wären wir ohne sie gewesen – nichts. Niemand denkt sich etwas dabei, nicht wahr? Was immer man entfernt sozial nennt, hat kein Niveau, das man unterschreiten könnte. Das Soziale konvergiert mit dem Sein an sich: Hauptsache leben, ganz gleich, wie; Hauptsache in Gesellschaft, gleichviel in welcher und mit welchen Mitteln.

// dreht sich auf die andere Seite

Horch, es regnet! Wie selbstvergessen trommelt der Regen aufs Dach. Dies Geräusch wird nie verfehlen, dich glücklich zu machen. So könnte man überwintern. Lange schlafen, so lange wie irgend möglich, abends einkaufen, die Nacht hindurch denken und lesen und wieder denken. Weil man denkend gespannt ist von hier nach dort, wo und wann auch immer dort ist, und stets auf etwas Konkretes bezogen. Oder kann man etwas Allgemeines denken? Ich denke, das kann man nicht. Wer allgemein denkt, denkt nichts. Und im Internet ist es nämlich genau umgekehrt: Von dort her, jenseits, werden wir beansprucht (auch jetzt, in diesem Augenblick), und online befinden wir uns im Allgemeinen, sind diesem Allgemeinen ausgeliefert (wie im echten Leben, bloß mit Suchmaschine). Man hat noch gar nicht begriffen, was das Internet eigentlich ist, und was es mit den Menschen macht. Das heißt, wenn es schon kein Mittel mehr ist, sondern allmählich und leicht unbemerkt hineinwächst in die sozialen Beziehungen, in die Gewohnheiten, den Alltag. Wenn es schließlich vollständig verwachsen ist mit dem eigenen Lebensgewebe und allenfalls noch mit einem Skalpell sich herausschneiden ließe. Gelingt auch das nicht, wird man zum Gespenst. Ob nun zu Hause vor dem Computer oder in der U-Bahn am Handy. Zwar sprechen wir von Smombies, aber das ist wieder, fast will ich sagen: wie immer, nur von außen gesehen. Wer sich einmal in diese bildschirmilluminierten Marmorstatuen hineinversetzt, die in der Stadt allenthalben sitzen und stehen, über ihre steinerne Maske der Apathie hinweg sich hineinversetzt, erkennt in ihnen die Gespenster, der fühlt ihre tiefe Geistersehnsucht und heiße entsagungsvolle Leidenschaften. Es sind gerade keine entmenschlichten Untoten, sondern im Gegenteil entwirklichte, für ihre Umgebung nunmehr unerreichbare Menschen – Geister. Was im Diesseits so gänzlich zurückgenommen ist, wird im Jenseits umso dringender eingefordert. Denn das Gespenst erinnert sich an die Geborgenheit menschlicher Wärme mit seinem diesseitigen Leib, und sucht und sehnt und fordert und schluchzt, aber es hilft alles nichts: keiner berührt es. Es will geachtet, ausgezeichnet, gestreichelt, umsorgt, verstanden und geliebt werden – vergeblich. Es versteht noch nicht, dass es an der Online-Schwelle beim Hinübergehen seine Personenrechte abgelegt hat, denn der User ist keine Person. Und die Online-Community ist keine Gemeinschaft, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Dieser neue Sinn von Gemeinschaft; diese Weltpremiere von Unpersonen, die sich gewohnheitsmäßig als Personen fühlen und wahrhaben, und die Kränkung, die in solcher Diskrepanz liegen muss: haben wir das alles schon begriffen? Ich glaube, nein. Erstmals kann sich der Mensch mit einem Menschen verwechseln, weil er online etwas anderes ist. Ist das übertrieben gesagt, dramatisiert? Nein, das ist kühl gedacht, Sonnenbrand hin oder her. Die konstitutive Erfahrung der eigenen Webpräsenz: online oder offline, für das Internet spielt das keine Rolle. Der User ist stets überzählig wie das berühmte fünfte Rad am Wagen, doch auch im Zweifelsfall ersetzbar wie ein loser Knopf am Hemd. Ganz deutlich wird es aber dort, wo die armen Gespenster sich mit gleicher Sehnsucht suchen, einander unter gleichen Absichten annähern und mit dem denkbar einfachsten gemeinsamen Wunsch einander entgegenträumen – es ist fast immer eine soziale Katastrophe. Tausend Ungewissheiten schüren ihre schmerzvolle Verzagtheit, tausend Missverständnisse ihre leisen Zweifel. (Körper- und Gesichtslosigkeit; was das alles impliziert! Man denkt nie genug darüber nach.) Schließlich streifen sie einander so liebevoll es irgend geht und hoffen, so ihrer Verdammnis gemeinsam zu entgehen. Selten gelingt es.

// reibt sich geistesabwesend die Stirn

Einfach offline bleiben. Aber wo nun die halbe Welt online ist? Ich bin isoliert, aber ich bin es nicht allein. Ich bin nicht besonders asozial, ein bisschen nur, auf meine Weise, zum Beispiel jede Gruppe flüchtend, als wäre es eine Gruppe Kannibalen (was sie im übertragenen Sinne auch stets ist). Dennoch fühle ich mich wie Sebalds Austerlitz, »wie ein zum Fürchten häßlicher, unberührbarer Mensch«, und muss mir gleichzeitig eingestehen, dass es nicht wahr ist; muss mich ermahnen, dass es noch zu lieben gilt, irgendwen oder irgendwas. Hauptsache dieser sich ausbreitenden Kälte Einhalt gebieten. Brücken bauen oder einen Übergang finden, das ist die Hauptsache. Die Bücher im Regal sagen es, beschwören es, beweisen es: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, und wer ans Verstummen denkt, ist bereits tot.

Eine letzte Mahnung noch: Lass doch dein Herz mal sprechen, es spricht so selten!

// steht auf, kleidet sich an, kocht einen Kaffee und setzt sich an den Computer

Der Philosoph

Der Philosoph pflegt regelmäßig intimen Umgang mit abstrakten Problemen, die jeder haben kann, wenn er sie versteht. Dass die philosophisch unbeschwerten Mitmenschen die Probleme verstehen, die sie noch nicht haben, um sie dadurch zu erlangen, ist im Wesentlichen die Aufgabe des Philosophen. Nietzsche sah ihn zum »Arzt der Kutlur« approbiert, was nicht falsch ist, aber der Philosoph ist kein Arzt, der seinen Patienten im Zweifelsfall nach Hause schickt, wenn dieser gesund scheint. Nicht nur gibt es kein richtiges Leben im falschen (Adorno) – der Philosoph kennt geradezu kein richtiges Leben. So will es die Lust des Denkens und das raue Klima des philosophischen Problemexils. Exil heißt: Flucht in die Idee und lebenslanges Asyl bei den alten Griechen. Der Philosoph lebt in seinen Philosophemen und vermittels seines Problembewusstseins. Zwar ist das Schneckenhaus seiner Seele gewachsen aus Abstrakta, aber gewachsen ist es nur aus Liebe zum Konkreten. Er ist nicht so sehr in der Welt zu Hause, sondern (und nicht ohne Absicht) vielmehr in der Welt seiner Begriffe. Gómez Dávila nennt ihn einen »in der Zeit gefangenen Engel«. Was aber ist ein Engel? Ein Monster mit Flügeln: Der Philosoph, wo er ganz Philosoph ist, verliert die Deckung seiner Gattung. Den Grenzen seiner Identität aber entrinnt er nicht: Besonders dort, wo sein Denken sich für universell hält, ist es reiner Ausdruck seines individuellen Wesens. (Man verschweigt ihm diesen Umstand besser, um ihn nicht zu kränken.) Der Philosoph demonstriert eindrucksvoll, wie unvernünftig die Vernunft in hoher Dosis ist: Wenn, wie Sloterdijk sagt, Vernunft (paraphrasiert; Urteilskraft ist das Wort, das er gebraucht) die Fähigkeit ist, eine Prioritätenliste zu erstellen, so steht die Liste beim Philosophen selbst stets an oberster Stelle und wird zum Katalog. Diese Unvernunft lässt sich als Phänomenologiesucht beschreiben, aber nicht kurieren. Seine Gestalt im Alltag, also außerhalb akademischer Aktivitäten, erinnert an die eines Handelsvertreters für Haushaltswaren, und entsprechend begegnen ihm die Zeitgenossen; die meisten Türen bleiben ihm verschlossen, denn Wahrheit ist etwas, von dem jeder immer schon genug hat. So lebt der Philosoph einmal mehr nicht konkret von seinen Ideen, sondern sie leben von ihm und durch ihn, ihrer Nachfrage und Nützlichkeit ungeachtet. Sie sind seinetwegen und er, als Philosoph, ist ihretwegen.

Wissen und Verstehen

Schön muss die Zeit um den April des Jahres 1854 gewesen sein, als Heinrich Heine in seinen Geständnissen noch folgenden Satz notieren konnte: »Und wenn jeder im Volke in den Stand gesetzt ist, sich alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben, werdet ihr bald auch ein intelligentes Volk sehen.« Hier schnaubt der Zeitgenosse amüsiert, denn er weiß es besser. Aber worin genau besteht die Pointe, und weshalb deckt sich Heines Prophezeiung nicht mit der Wirklichkeit des Verwirklichten?

Die Kritik Heines lautete in aller Kürze so: Das Nationalübel Deutschlands ist die Dummheit, aber bloß auf Grund eines Mangels. Öffentliche Schulen würden diesem Mangel Abhilfe schaffen. Hier nimmt Heine nun das nächste Gegenwort von dumm, also intelligent, und so ist nicht von einem gebildeten, sondern von einem intelligenten Volk die Rede; der gute Stil hatte es so gewollt. Vom Volk heißt es weiter: »Vielleicht wird dasselbe am Ende noch so gebildet (!), so geistreich, so witzig sein, wie wir es sind, nämlich wie ich und du, mein teurer Leser (…)« Diese letzte Hoffnung Heines hätte demnach eher dem Attribut intelligent gelten müssen, denn dass Bildung bildet darf angenommen werden, nicht aber dass sie auch intelligent macht.

Und heute? Ist jeder im Volk tatsächlich in den Stand gesetzt, sich alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben? Das standesmäßige Bildungsprivileg von einst ist auf das Prestige der Schulen zusammengeschrumpft. Kants Kritiken gibt’s in der günstigen Taschenbuchausgabe und das Gesamtwerk Shakespeares digital für einen Euro. In Hamburg zahlt ein Student 20€ jährlich, also ca. 1,60€ pro Monat, und erhält Zugriff auf über 1.000.000 Bücher; zwar sind das noch nicht eine Million Gelegenheiten, klüger zu werden, aber bestimmt ließe sich die eine oder andere darunter finden. Wem der Weg zur Stadtbibliothek zu weit ist, findet auf YouTube nicht weniger als 40 vollständige Yale-Kurse zum privaten Studium, informiert sich auf den Webseiten aller großen Zeitungen über das Weltgeschehen oder bastelt, falls clever und ausdauernd genug, unter Anleitung des Internets einen Fusionsreaktor.¹ Kurzum: Wir sind angekommen in Heines Utopia; jeder im Volk ist imstande, alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben. – Ist also das deutsche Volk heute ein intelligentes? Ist es immerhin gebildet? Ist das deutsche Nationalübel im 21. Jahrhundert ein anderes als zu Zeiten Heines?

Bevor wir uns schon den Kopf darüber zerbrochen haben, ob die genannten Prämissen korrekt sind oder die Kommensurabilität von Intelligenz und Bildung über die Jahrhunderte hinweg gegeben ist, antwortet das Gefühl bereits und wir schnauben spontan belustigt. Noch haben wir uns nicht daran erinnert, wie viel mehr wir als unsere Eltern wissen und wie viel mehr unsere Kinder wissen als wir. Noch haben wir nicht die Globalisierung und ihre Folgen in Betracht gezogen oder dass die Landkarten im 19. Jahrhundert noch große weiße Flecken aufwiesen; einst terra incognita, nun terra habitata. Noch gänzlich unverführt von konkreten Differenzierungsangeboten und für wenige Sekunden frei von allgemeinen Relativierungsreflexen lacht die Vernunft auf, denn sie weiß, dass das Volk ein dummes ist und immer ein dummes bleibt. Sie weiß es spätestens mit Heine, der vor 164 Jahren ein intelligentes Volk sich vorstellen konnte, ohne darum naiv zu sein – wenn er dabei auch seinerseits ironisch geblinzelt hat. Woher kommt aber das Komische des dummen populi? Aus der eingangs erwähnten Pointe ließe sich folgende Verwunderung ableiten: Mit einiger Selbstverständlichkeit ist dumm, wer ungebildet ist. Doch mit welcher Begründung ist dumm, wer gebildet ist?

Denn gebildet sind wir. Nirgends entsprechend unserer Möglichkeiten und zuweilen selbst hinter den eigenen Erfordernissen zurückbleibend, aber unabweisbar gebildet. Das haben Filme wie Idiocracy entweder nicht begriffen oder begriffen und verworfen, weil die hier aufgeworfene Frage zu schwierig und die authentische Satire auf unsere Gesellschaft zu kompliziert, zu intellektuell, vielleicht zu ernst wäre – box office poison. Kurz zum Plot: Im 26. Jahrhundert ist die Gesellschaft völlig retardiert und es herrscht eine Art Hyper-Dekadenz nach amerikanischem Vorbild: die Menschen sind faul, lethargisch, ignorant und geradezu schwachsinnig. Das ist so, weil seit dem 21. Jahrhundert intelligente Paare immer seltener Nachwuchs gezeugt haben und die dummen Horden der Unterschicht sich hingegen rasant vermehrten. Evolutionsbiologisch hätte das somit eine Auslese der Dummen und Dümmsten zur Folge. Die einfache Prämisse des Films lautet: Dumm ist gleich niedriger IQ ist gleich genetisches Programm ist gleich Gesellschaft der Zukunft: Fertig ist die schrille Popcorn-Dystopie mit Homer Simpson-Jokes im Sekundentakt. Die eigentliche Satire erfolgt dann als Postscriptum im Fan-Forum oder auf der YouTube-Kommentarseite zum Trailer, wo zu tausenden originell erklärt wird, der Film sei in Wirklichkeit eine Dokumentation. Eine selten breite Einigkeit herrscht im Volk darüber, dass das Volk dumm ist, aber weil es dumm ist, versteht es nicht recht, warum. Denn das gebildete Volk schmeichelt sich in der Annahme, physische Dummheit sei es, die es bedroht, und es kann noch lachen, wer nicht tatsächlich grenzdebil ist. Von einem ähnlichen Hochmut muss wohl das Großbürgertum vor Darwin befallen gewesen sein, wenn es Schimpansen beim Lausen beobachtet hat, ohne zu ahnen, dass es nahe Verwandte belächelt. Hier nun ist der Fall gerade umgekehrt: Der Idiocracy-Zuschauer will glauben, er sähe die Nachkommenschaft einer sehr fernen Zukunft, um möglichst wenig mit der Frühdiagnose zu tun zu haben. Dabei ist die Diagnose verkehrt und also auch die Rezeption. Tatsächlich stehen die Falschheit des Films und sein Beifall klatschendes Publikum symptomatisch für die Dummheit, die eine akkurate Satire zu porträtieren hätte – aber wer würde dann noch klatschen?

Von all den Dingen, die wir wissen und wissen müssen, weil uns die Phänomene von allen Seiten beständig zu Leibe rücken, verstehen wir offensichtlich nur ein Bruchteil. Schlimmer noch: Je mehr gewusst wird, desto weniger wird verstanden. Man kann dies als unverdaute Wirklichkeit bezeichnen. Das Leben in modernen Gesellschaften gleicht einem großen Fressen, einem ›All you must eat‹-Buffet, dem sich niemand je ganz entziehen kann. Wir sind übersatt, das schon seit vorgestern, und die Köpfe fett von Meinungen, die unsere Herzen verstopfen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine in Zeiten der Hyperarchivierung stets unzureichend abgeflossene Vergangenheit; die schiere Informationsproduktivität eines jeden Tages; die Omnipräsenz von Information in den also genannten Informationsgesellschaften; die Vernetztheit der Dinge und dass zunehmend alles mit allem zu tun haben soll; die narzisstisch-fortschrittstrunkene Doktrin der Naturwissenschaften von der einzigen Tugend des Wissens, neben der Wörter wie Bewusstheit, Weisheit und Vernunft obsolet anmuten; die tatsächliche Komplexität und Undurchsichtigkeit der mit luzider Einfachheit und kinderleichten Bedienbarkeit kokettierenden Technologie, die uns alltäglich umgibt; die Ohnmacht angesichts der nicht zu bewältigenden Aufgabe, bei einer solchen Vielheit insistierender einander zum Teil widersprechender Erscheinungen uns täglich neu aus- und einzurichten; die Psychologie des Wählenmüssens. Dieser letzte Punkt verdient eine nähere Betrachtung. Von den genannten Gründen für das klaffende Missverhältnis von Wissen und Verstehen ist er bei weitem nicht der wichtigste, aber zum Volk gehört er mehr als alles andere. Er führt zurück zu Heine.

Noch einmal der Satz vom Anfang: »Und wenn jeder im Volke in den Stand gesetzt ist, sich alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben, werdet ihr bald auch ein intelligentes Volk sehen.« Dies ›alle beliebigen‹ könnte bedeuten ›alle möglichen‹ oder aber: nach eigenem Belieben all das, was gerade erlernbar ist. Diese zweite Lesart soll uns interessieren. Was Heine in seiner Forderung nach öffentlichen Schulen damals wirklich noch nicht hat kommen sehen können, ist der paradoxe Effekt, dass der Bürger, zu einer solchermaßen fast unbeschränkten Lernfreiheit befähigt, oft gar nicht das Eigene wählt. Heine durfte noch glauben, der Bürger werde zum Architekt seines Geistes und zum Bauherr seiner Bildung, wenn man ihm nur Zeit und Material zur Verfügung stellte. Das ist nicht unbedingt der Fall. Was die freie Wahl des Interessanten und persönlich Relevanten immer öfter beeinflusst als die eigenen Vorlieben oder, um mit Jung zu sprechen, die natürlichen wenngleich oft unbewussten Entscheidungen auf den Pfaden der Individuation, sind die anderen. Das Volk beeinflusst sich selbst. Mit der Chemie lässt sich vielleicht erklären, warum das Volk somit zu ewiger Dummheit verdammt ist: Wenn das mündige Individuum ein Kristall ist, etwa wie ein Salzkorn, so ist das Volk stets ein mehliger amorpher Klumpen.² Die bei der Klumpen- und Klümpchenbildung wirkenden Kohäsionskräfte sieht auch der Sozialpsychologe am Wirken. Soziale Phänomene, wie sie dem Volksmund als ›Gruppenzwang‹ und ›Gruppendynamik‹ geläufig sind, greifen längst nicht nur akut in speziellen Situationen. Wer im Luhmannschen Modus der Beobachtung zweiter Ordnung beobachtet, wie es einem Menschen ergeht, der einen Fahrstuhl betritt, in dem drei Leute mit dem Rücken zur Tür stehen, der versteht ohne Aufwand, was das Wort Konformitätszwang bedeutet. Wenn aber derselbe Mensch in der Beobachtung erster Ordnung, also unmittelbar und erlebnisreich, seine brandheiße Meinung auf Twitter an ein Hashtag hängt, ohne zu begreifen, dass er gerade die schöne Möglichkeit einer differenzierten, hochindividuellen und souveränen Sichtweise ausdrücklich aufgegeben hat, so sieht er sich nicht betroffen. Konformitätszwang ist chronisch und Politik heißt Mitmachen. Das Hashtag ist in diesem Sinne Symbol und Wappen der amorphen Masse, und jede Form der kohäsiven Bindung mit ihr bedeutet für den intelligenten Menschen notwendig eine (genötigte) Unterschreitung seines Niveaus. Selbst dort, wo er im Irrtum wäre, irrte er noch oft genug geistreich oder witzig oder wenigstens originell. Das Volk aber trifft sich nicht zum Denken, sondern zum Lärm schlagen. Die dabei verursachte Kakophonie wird als Stimme des Volkes bezeichnet. Was hat diese Stimme jemals Vernünftiges artikuliert? Die einfachsten Grundtatsachen: »Das Volk hungert, das Brot ist zu teuer!« / »Der Vietnamkrieg ist schlecht, da sterben viel zu viele Menschen sinnlos!« Zu ihrem fast tautologischen Kommentar des Zeitgeschehens muss sie sich stets erst lange durchringen, so als wäre er mit einem intellektuellen Kraftakt verbunden. In diesem Zusammenhang wäre es noch ein Euphemismus, das Volk dumm zu nennen. Es ist vielmehr geistlos, blind.

Das Verstehen verhält sich zum Wissen wie das Individuum zur Masse. Was die Masse letztlich halb verdaut ausspuckt, ist kein von ihr insgesamt begriffenes Postulat, sondern ein Querschnitt durch die in ihrem Bauch zersetzten Meinungen. Das Verstehen bleibt die Aufgabe der Einzelnen. Gibt es dafür einen sichereren Beweis als die allgemeine Kenntnis von den Ursachen und Folgen des Klimawandels bei seiner gleichzeitigen großflächigen Missachtung? Die besondere Dummheit unserer Epoche liegt darin, dass dem Wissen gegenüber dem Verstehen ein klarer Vorrang eingeräumt wird, als wäre durch das Messen, Berechnen, Definieren, Klassifizieren und Kategorisieren schon der wichtigste Teil der Arbeit getan. Wissen ohne Verstehen beschränkt sich jedoch auf eine einfache Aussage: Was ist, das ist. Punkte im Raum, die niemand verbindet. Ungeachtet dessen genießen die Naturwissenschaften ein Prestige, als stünden sie auf dieser Welt ganz allein gegen Ignoranz und Stumpfsinn. Der Grund liegt auf der Hand: Was immer wir Lebensqualität nennen, verdanken wir den Früchten der Wissenschaft. Darum schämt sich die Philosophie, keine Wissenschaft zu sein; darum zeigt sich so mancher Philosophiestudent beleidigt, wenn man ihm arglos nahelegt, sie sei keine.³ Er versteht nicht, dass er stolz sein müsste, für alle Zeit sagen zu können: »Ich weiß noch nicht, ich denke noch!« Gómez Dávila setzt Philosophie und Wissenschaft ins richtige Verhältnis zueinander: »Ohne die Philosophie wissen die Wissenschaften nicht, was sie wissen.«

Dies soll unser spätes Echo auf Heines Satz sein: »Und wenn niemand im Volke sich mehr irre machen lässt, wenn jeder der eigenen Urteilskraft vertraut und sich nicht mit dem allgemeinen Unfug seiner Zeit aufhält, sondern konkret mit seinen Interessen oder mit dem zeitlos Universellen sich beschäftigt; mehr darum bemüht, zu verstehen, was er weiß, als zu demonstrieren, wie wenig er verstanden hat – so ist bereits ein intelligentes Volk vorausgesetzt.« – Nein, auch in 164 Jahren nicht.

Das Fazit lautet: Wissen allein schadet der Dummheit nicht. Im Gegenteil, es verfeinert sie.


1 Tatsächlich gelang das 2008 dem damals 14-Jährigen Amerikaner Taylor Wilson.

2 Hier wird durchaus nicht das altaristokratische Vorurteil wiederbelebt, der Pöbel sei grundsätzlich verroht und verblödet. Der Klumpen ist mehr als die Summe seiner Partikel: Er besteht allemal genauso aus aufmerksamen, fähigen, klugen, kreativen und witzigen Individuen. Was aber hilft es, wenn diese, ununterscheidbar vom gestaltlosen Rest, anonym und größtenteils ungehört bleiben?

3 Der englische Philosoph Peter Hacker hat in seinem 2009 publizierten Essay Philosophy: A contribution, not to human knowledge, but to human understanding alles Nötige dazu gesagt.

Prima causa

Der Urknall ist ein Schrei und dauert fort.
Der Raum fürchtet sich selbst.
Er flieht und stürzt
Von Jetzt zu Jetzt.
Der Tod ist sein Echo.

Und der Tod kommt in Wellen:
Von Generation zu Generation,
Ein Staffellauf ins Leere.
Eingeholt vom Ursprung,
Steht das Menschenkapitel geschrieben
Dicht gedrängt zwischen zwei Beistrichen,
Nicht hinter einem Doppelpunkt.

Der Mensch, für sich:
Kein Wünschen oder Fordern.
Ein Fragezeichen bloß,
Im Lichte einer kosmischen Sekunde,
Ohne jede Antwort.

Paranoia

Wenig einfühlsam der Psychiater, vermutlich ein Franzose,¹ der den Begriff Verfolgungswahn neben den der Paranoia gestellt hat. Wer bloß fiebert, verfolgt zu werden und also auf der Flucht ist, der darf einer inneren Logik nach noch leise hoffen, davonzukommen. Dasjenige, vor dem zu flüchten wäre, ist jedoch omnipräsent. Was überall ist, das hat keine Topographie; dem ist geographisch nicht zu entkommen. Das Gefürchtete liegt nie exklusiv hinter² dem Paranoiden, sondern entweder als etwas vage Antizipiertes vor ihm (zeitlich), oder als akut Empfundenes um ihn (räumlich). Paranoia bedeutet im Kern: Wohin ich auch gehe, sie warten schon auf mich. Erwartungs- statt Verfolgungswahn.


1 In Meyers Konversations-Lexikon von 1905 findet sich unter ›Verfolgungswahn‹ der direkte Hinweis auf ›Délire de persécution‹.
2 Der gehetzte Blick über die Schulter, der wirklich bei Paranoiden zu beobachten ist, mag die Assoziation des Verfolgtseins eingegeben haben. Es gibt jedoch nur einen Grund, warum hinter die bedrohlichste aller Präpositionen ist: ohne den Kopf zu wenden, liegt hinten stets außerhalb unseres Gesichtsfelds. Der Blick zurück bedeutet für den Paranoiden lediglich eine kurze Unterbrechung seiner Wachsamkeit vorn; tatsächlich schafft er sich für diesen kurzen Schreckensmoment bloß ein neues Hinten, nämlich was zuvor Vorn gewesen ist. Er wünschte, er wäre Argos – ohne zu ahnen, dass er dann das Unsichtbare fürchtete.

Placebo

Dem Gros der militanten Belletristikverweigerer wäre damit geholfen, der gefürchteten fiction eine für ihre Nerven so heilsame non-fiction voranzustellen. Ein Vorwort wie ein Beipackzettel, mit knappen Hinweisen, wann und wie die bittere Prosapille einzunehmen sei; Risiken, Nebenwirkungen, Kontraindikationen usw. Vor allem aber müsste von ihrer Wirkung die Rede sein: Von Konzentrationssteigerung und Kreativitätsförderung, von Relaxation und lektüreinduzierter Tiefenentspannung, von autogenem Wortschatztraining, vom inhärenten sprachtherapeutischen Wert, von der durch die Lektüre verursachte Zunahme der wichtigen Gammewellen im Gehirn – potenzsteigernd, (re-)vitalisierend, alzheimervorbeugend, krebshemmend. Ganz gleich, man denke sich irgendwas Klingendes aus. Nur lasst es empirisch belegt sein! Non-fiction! Wenn alles gut geht, darf der Patient nun glauben, mit dem folgenden Roman etwas zu tun zu haben, und von dessem vielfältigen Nutzen endlich überzeugt, ihm verzeihen, wenn er darüber hinaus gut unterhalten ist.